Jyotisha

Vedische Astrologie

Der Blick in die Sterne hat die Menschen seit jeher fasziniert. Verständlicherweise. Wer schafft es schon bei sternenklarer Nacht zum Himmel aufzuschauen und sich, in Anbetracht der endlosen Weiten, als den Nabel der Welt zu verstehen? Für die meisten von uns tritt das Gegenteil ein und Bescheidenheit macht sich breit. Unschwer erkennen wir, dass wir Teil einer größeren Ordnung sind und unsere eigene Bedeutung und die unserer Probleme schwindet. Wie wir als Menschen diese größere Ordnung benennen und begreifen, ist allerdings sehr unterschiedlich. Die Astrologie zeigt eine der Möglichkeiten auf.

Astrologie nutzt den Blick ans Firmament, um das Zusammenspiel zwischen zwei Ordnungssystemen zu beschreiben. Die Erfahrungswelt des Menschen auf der einen Seite und die Position und Dynamik bestimmter Himmelskörper auf der anderen. Während der zukünftige Lebensweg eines Menschen zumeist ein Buch mit sieben Siegeln ist, lassen sich die Bewegungsspiele der Himmelskörper präzise vorherbestimmen. Hier kommt die Astrologie ins Spiel. Das Walten und Schalten der Menschheit beeinträchtig die Dynamik der Himmelskörper herzlich wenig. Die Sonne, die Planeten und die Sternbilder gehen berechenbar im Osten unseres Blickfelds auf und lassen sich nicht davon irritieren, ob Deine Laune gut oder schlecht ist. Die Astrologie kommt allerdings nach jahrtausendelanger Beobachtung zu dem Schluss, dass besagte Himmelskörper Dein Dasein nicht unberührt lassen und in diesem Sinne durchaus dafür verantwortlich sein mögen, wie es um Deine Laune (und vieles andere) heute bestellt ist. Die Astrologie ist ein Übersetzungs-Tool, das die Dynamik bestimmter Himmelskörper in die Entfaltung Deiner Lebensgeschichte übersetzt. In der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft.

Inhalte

    Vedische Astrologie

    Die Zukunft im Blick

    Jede Zeitepoche und jede Kultur haben die Astrologie geprägt und diverse Arten dieser Wissenschaft hervorgebracht. Unterschiedliche Formen der Astrologie, die sich zumeist erheblich voneinander unterscheiden. Die sogenannte Vedische Astrologie ist eine davon. Obwohl der Name „Vedische Astrologie“ erst in den 1980-er Jahren in den USA geprägt wurde, ist er mittlerweile sehr weit verbreitet. „Vedisch“ bezieht sich auf die Veden (Schriftensammlung einer bestimmten Epoche) oder die sehr viel ältere Vedische Tradition, eine jahrtausendealte Weisheitslehre, deren Wurzeln auf dem indischen Subkontinent liegen. Was heute als Vedische Astrologie firmiert ist zwar auch die Astrologie eben dieser noblen Tradition. Sie ist allerdings nicht aus dieser hervorgegangen und hat sich auch nicht auf diese beschränkt. Historisch ist die Bezeichnung „Vedische Astrologie“ daher unglücklich gewählt.

    Vedisch kommt von „Veda“, einem Wort aus der Sprache Sanskrit, das für subtiles Wissen steht. Wissen, das den Sinnen nicht zugänglich ist (daher subtil), das Leben erklärt und Selbsterkenntnis ermöglicht. Da die Vedische Astrologie diesem Wissen dient, ist der Name aus diesem Blickwinkel akzeptabel. Es ist dennoch befremdlich, dass Astrologen in einem westlichen Land beschließen eine alte östliche Tradition mit einem neuen Namen zu bedenken. Das wäre in etwas so, wie wenn wir Feng Shui, die chinesische Tradition der Raumgestaltung, als Ming-Design bezeichnen würden (die Ming Dynastie war eine Epoche in der chinesischen Geschichte). Vermutlich lag der Grund für die unpassende Namensfindung in der Schwierigkeit den eigentlichen Namen dieser Form der Astrologie richtig auszusprechen und zu vermarkten: Jyotisha.

    Jyotisha // Jyotish

    Die Suche nach Licht

    Viele Kulturen und Epochen haben ihre eigene Form der Astrologie hervorgebracht, sei es die chinesische, tibetische, babylonische, griechische, persische, unsere moderne westliche oder auch die der Mayas und anderer indigener Völker Amerikas. Eine davon ist Jyotisha (umgangssprachlich wird aus Jyotisha manchmal auch Jyotish). Während all die anderen Formen der Astrologie über die Zeit an Bedeutung verloren haben oder ganz verschwunden sind, ist Jyotisha fester Bestandteil der Kultur des indischen Subkontinents und das seit Jahrtausenden. Das ist beachtlich. Jyotisha muss also etwas haben, was diese Beständigkeit rechtfertigt und anderen Formen der Astrologie fehlt.

    Jyotisha wird gerne als die „Wissenschaft des Lichts“ bezeichnet. Der Begriff Jyotisha setzt sich zusammen aus „Jyotir“ und „isha“ und tatsächlich steht Jyotir für Licht. Isha hingegen bedeutet suchen. Jyotisha ist demnach die Suche nach Licht. Das Licht, von dem hier die Rede ist, hat zwei Facetten. Die eine betrifft die Lichter am Nachthimmel. Genauer die für die Astrologie relevanten Himmelskörper, deren Bedeutung und Verwendung im Horoskop durch Jyotisha gemeistert wurde. Die andere Facette beleuchtet die Notwendigkeit, dass wir als Menschen unser inneres Licht zum Strahlen bringen, indem wir jederzeit das Beste aus unserem Leben machen. Jyotisha bietet uns die Plattform dafür.

    Ist Jyotisha die indische Astrologie?

    Jenseits von Ländern und Kulturen

    Jyotisha hat seine Wurzeln auf dem indischen Subkontinent und Indien ist bis heute das Land, in dem Jyotisha so präsent ist, wie wohl kaum irgendwo sonst und wir daher manchmal auch als indische Astrologie bezeichnet. Indien als Land ist allerdings eine Erfindung der Briten. Bis zu deren Kolonialherrschaft bezeichneten die europäischen Seefahrer ganz Süd- und Südostasien als Indien. Jyotish ist Jahrtausende alt und hat mit der westlichen namengebenden Prägung des Subkontinents wenig zu tun. Die lebhafte Geschichte der Region des heutigen Indiens brachte unterschiedlichste Einflüsse mit sich. Unter anderen hinterließen persische, arabische, türkische und sogar griechische Einflüsse ihre Spuren. Spuren, die Jyotisha verstand als Bereicherung des eigenen Wissens aufzunehmen, ohne dabei seine bewährte Essenz zu riskieren. Jyotisha ist auf dem indischen Subkontinent zu Hause und ist in diesem Sinne die Astrologie Indiens. Indisch jedoch ist Jyotisha nicht. Vielmehr ist Jyotisha eine universelle Form der Astrologie, die sich weder auf ein Land, eine Kultur oder eine Religion reduzieren lässt. Jyotisha ist die Astrologie für jeden Menschen.

    Die Planeten in Jyotisha

    Die Navagrahas

    Jyotish nutzt Himmelskörper, die mit bloßem Auge sichtbar sind. Einige davon sind Planeten, die wie auch die Erde mit ihrem Mond, um die Sonne kreisen. Andere bilden im Hintergrund Formationen, die wir als Sternbilder oder Sternzeichen kennen. Was in der westlichen Astrologie als Planeten bezeichnet wird, sind in Jyotisha die Grahas. Neun an der Zahl werden sie auch als Navagraha bezeichnet (nava bedeutet neun). Die neun Grahas sind die Sonne (Zentralgestirn), der Mond (Erdtrabant), die fünf wirklichen Planeten Mars, Merkur, Jupiter, Venus und Saturn, sowie Rāhu und Ketu.

    Uranus, Neptun und Pluto, die in der westlichen Astrologie als Planeten fungieren, spielen in Jyotisha keine Rolle. Rāhu und Ketu, die in der westlichen Astrologie als Mondknoten bezeichnet werden, sind in Jyotisha wiederum vollwertige Grahas. Dabei sind Rāhu und Ketu keine sichtbaren Himmelskörper, sondern mathematische Punkte, mit deren Hilfe sich Sonnen- und Mondfinsternisse berechnen lassen. Rāhu und Ketu haben in diesem Sinne die Macht die beiden Lichtquellen (Jyotir) Sonne und Mond zu verdunkeln, was ihnen große Bedeutung verleiht und sie astrologisch zu Grahas befördert.

    Grahas können in Jyotisha stark oder schwach sein, besitzen größtenteils Sternzeichen und herrschen über den Bereich des Himmels, in dem sich diese Sternzeichen sich gerade befinden. Grahas gehen miteinander Beziehungen ein und können sich dabei einseitig oder gegenseitig beeinflussen. Alle Grahas werden in Jyotisha personifiziert und haben individuelle Eigenschaften. Sie bevölkern und beherrschen die Horoskope, die Jyotisha nutzt.

    Das Vedische Horoskop

    Lebendig und individuell

    Horoskope sind das Handwerkszeug der Astrologie. Jedes Horoskop ist eine Himmelskarte, die den für die Astrologie relevanten Bereich des Kosmos abbildet. Ein Teil dieses Bereichs liegt für uns sichtbar über dem Horizont, ein anderer unter dem Horizont. Ein Horoskop hält den Abschnitt des Himmels fest, den die Sonne in 24 Stunden durch ihren Lauf zu markieren scheint, die sogenannte Ekliptik. Wie wir jedoch wissen, wandert nicht die Sonne übers Firmament. Vielmehr dreht sich die Erde einmal in 24 Stunden um ihre eigene Achse, wodurch es uns so vorkommt, als würde der Himmel an uns vorüberziehen. Die Ekliptik (die vermeintliche Sonnenbahn) wird durch ein schmales Band umsäumt, das als Zodiak bezeichnet wird und auch als Tierkreis bekannt ist. Zwölf Sternzeichen gliedern diesen Tierkreis (Zodiak) in zwölf Segmente: Widder, Stier, Zwilling, Krebs, Löwe, Jungfrau, Waage, Skorpion, Schütze, Steinbock, Wassermann und Fische.

    Die neun Grahas (Planeten) sind die wichtigsten Bestandteile des Horoskops. Für einen Beobachter auf der Erde befinden sie sich immer im Bereich des Zodiaks und damit stets in einem der zwölf Sternzeichen. Die Sternzeichen sind in diesem Sinne wertvolle Navigationshilfen, die es ermöglichen die Positionen der Grahas zu bestimmen.

    Die Vedischen Sternzeichen

    Sichtbar und verständlich

    Einer der wesentlichen Unterschiede zwischen der westlichen und der Vedischen Astrologie ist die Berechnung und Verwendung der Sternzeichen. Diese werden in Jyotisha als Rāshis bezeichnet, was sich als „Sternenhaufen“ übersetzen lässt. Jyotisha ist eine sternenbezogene Form der Astrologie. Der Sternenhintergrund, vor dem sich die Grahas befinden, ist für die Interpretation und Deutung entscheidend. Im Vedischen Horoskop werden die Sternzeichen daher genau so dargestellt, wie sie sich dem Betrachter zum gegebenen Zeitpunkt als kosmisches Ereignis am Himmel zeigen. Steht beispielsweise Jupiter im Vedischen Horoskop im Sternzeichen Fische, dann kannst Du Dich bei einem Blick in den Himmel davon überzeugen (vorausgesetzt es ist Nacht und die Sicht ist klar).

    Ganz anders in der westlichen Astrologie, in der die Positionen der Sternzeichen im Horoskop nicht auf dem sichtbaren Sternenhintergrund beruhen. Für die westliche Astrologie definiert die Position der Sonne zum Zeitpunkt des Frühlingsanfangs den Beginn des Sternzeichens Widder. Das geschieht völlig unabhängig davon, vor welchem Sternenhintergrund sich die Sonne zu diesem Zeitpunkt befindet. Im westlichen Horoskop entspricht die Darstellung der Sternzeichen nicht dem, was ein Beobachter zum gegebenen Zeitpunkt am Himmel vorfindet. Logischerweise unterscheiden sich daher vedische Horoskope erheblich von denen der westlichen Astrologie. Unglücklicherweise verwendet die westliche Astrologie für ihre zeitbezogenen Segmente des Zodiaks die gleichen Namen, die die Astronomie und die Vedische Astrologie für tatsächliche Sternbilder nutzen. Verwirrung ist hier für den Laien vorprogrammiert.

    Bhāvas und der Aszendent

    Den Blickwinkel strukturieren

    Ein wichtiges Element, das uns neben den Grahas (Planeten) und Sternzeichen für das Grundverständnis eines Horoskops noch fehlt, sind die sogenannten Bhāvas. Bhāvas sind das Äquivalent zu den Häusern in der westlichen Astrologie. Mit ihrer Hilfe lassen sich die 360° des Zodiaks für jeden Betrachter an jedem Ort räumlich erfassen. Dort, wo im Osten die Sonne aufgeht, befindet sich immer das 1. Bhāva. Wo sie im Westen untergeht, befindet sich immer das 7. Bhāva. Dazwischen ordnen sich die restlichen Bhāvas, fünf erfassbar über dem Horizont und fünf weitere unter dem Horizont. Diese insgesamt zwölf Bhāvas bilden einen fixierten Rahmen, durch den wir von unserem Standort aus den Zodiak betrachten. Die Bhāvas sind wie zwölf imaginäre Leinwände in unserem Blickfeld. Täglich wandern die Sternzeichen über diese Leinwände. Wie die Sonne gehen sie im Osten, im 1. Bhāva auf und im Westen, im 7. Bhāva wieder unter.

    Das 1. Bhāva wird auch als Aszendent bezeichnet. Das Sternzeichen, das im Osten aufgeht, befindet sich im Aszendenten. Wenn Dir jemand erzählt, sein Aszendent sei Waage, dann weißt Du, dass zum Zeitpunkt seiner Geburt im Osten das Sternbild Waage aufging. Diese Information ist entscheidend, denn mit Deiner Kenntnis des Sternzeichens im Aszendenten (hier Waage), weißt Du auch, wie sich die restlichen Sternzeichen auf die übrigen elf Bhāvas verteilen (Skorpion im 2. Bhāva, Schütze im 3. Bhāva, usw.).

    Im Durchschnitt erscheint alle zwei Stunden ein neues Vedisches Sternzeichen am östlichen Horizont und damit auch im Aszendenten. Wie bei einem sich drehenden Rad, wechselt mit dem Sternzeichen im Aszendenten auch das Sternzeichen in jedem anderen Bhāva. Mit jedem Wechsel zeigt sich ein komplett neues Horoskop. Verstehst Du nun, warum die Geburtszeit so wichtig ist, um ein Geburtshoroskop zu erstellen?

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    Du möchtest endlich Dein Ding leben oder zumindest realistisch planen und vorausschauend entscheiden können? Findest aber immer nur Infos und Tipps statt Antworten und Lösungen?

    Dann sollten wir uns unterhalten. Denn die meisten meiner Klienten sagen, dass die Beratung nicht nur Ihren Blick für das Wesentliche schärft, sondern sie danach auch glasklar verstehen, was es für sie zu tun gilt.

    Wie Jyotisha funktioniert

    Persönlich und zuverlässig

    Alles was wir kennen und benennen können findet seinen Platz im Horoskop. Egal, ob es sich dabei um ein Haus, einen Baum, eine Beziehung, eine Situation, eine Investition, eine Idee oder etwas ganz anderes handelt. Grahas (Planeten), Rāshis (Sternzeichen) und Bhāvas (Häuser) verfügen über alle denkbaren Eigenschaften und repräsentieren alle möglichen Erfahrungen. Da Grahas, Rāshis und Bhāvas in jedem Horoskop auf ganz eigene Weise miteinander verflochten sind, lassen sich aus diesem Zusammenwirken die individuellen Erfahrungen und Erlebnisse eines Menschen ableiten.

    Ein Beispiel

    Jupiter gilt als Wohltäter unter den Grahas und indiziert unter anderem Kinder, aber auch Ehrlichkeit und Finanzen. Wohltäter erleichtern die Umstände und fördern Erfolg. Saturn hingegen zählt zu den Übeltätern, ist unfruchtbar und steht für Geheimnisse und Armut. Das 1. Bhāva, also der Aszendent, repräsentiert die Persönlichkeit, den Charakter, die Handlungsweise und die Gesundheit eines Menschen. Das Sternzeichen Widder betont Initiative, Motivation und Schnelligkeit.

    Steht Jupiter in einem Geburtshoroskop mit Widder im Aszendenten, unbeeinflusst durch andere Grahas im 1. Bhāva, dann handelt es sich bei dem Menschen hinter dem Horoskop um eine ehrliche, kinderliebe Person, die sich guter Gesundheit erfreut und hochmotiviert und erfolgreich ihre Ziele verfolgt. Finden wir bei gleichen Voraussetzungen Saturn anstelle von Jupiter im 1. Bhāva im Sternzeichen Widder, dann ist der Mensch hinter dem Horoskop eher verschlossen und zurückhaltend, kennt Gesundheitskrisen und scheitert immer wieder an den Herausforderungen des Lebens.

    Was aber, wenn beide Grahas – also Jupiter und Saturn – in besagtem Horoskop im 1. Bhāva mit Aszendent Widder residieren? Nun vermengen sich die Eigenschaften. Die Kinder der ehrlichen Person verursachen Schwierigkeiten, die gute wirtschaftliche Situation wird durch Fehlinvestitionen herausgefordert und die Motivation für neue Initiativen ist zwar vorhanden, lässt aber auch schnell wieder nach.

    Aufgepasst! Die zuvor genannten Beispiele sind rein fiktiv, alles andere als vollständig und dienen nur dazu die Art und Weise zu illustrieren, wie unterschiedliche Attribute in einem Horoskop in Aussagen übersetzt werden. Jedes Horoskop mit Widder Aszendent verfügt über sieben weitere Grahas, die alle ein gewichtiges Wörtchen mitzureden haben wie sich die kosmische Energie entfaltet.

    Darf’s noch ein bisschen mehr sein? Okay! Jupiter ist in Widder im Aszendenten stark, Saturn dagegen sehr schwach. Ein starker Graha liefert förderliche Ergebnisse, ein schwacher eher negative. Sowohl Jupiter wie auch Saturn beherrschen und beeinflussen in jedem Horoskop bestimmte Bhāvas, so auch hier. Die Themen der Bhāvas, die sie beherrschen tragen die Grahas mit sich spazieren und projizieren diese, angereichert mit ihren eigenen Attributen, auf die Grahas und Bhāvas, die sie beeinflussen. Jetzt wird‘s schon komplexer, aber eben auch individueller. Darüber hinaus können Grahas auch sogenannte Yogas formen. Yogas sind in Jyotisha klar definierte und wichtige Kombinationen, die viele Faktoren miteinander vereinen und daher zu besonderen Ergebnissen führen (positiv oder negativ). Yogas zu lernen und zu erkennen ist des Astrologen liebstes Hobby!

    Dashā – planetarische Phasen

    Dynamik des Lebens

    Jedes Leben bringt gemischte Erfahrungen. Jeder Mensch kennt Sonnen- und jeder kennt Schattenseiten. Kein Mensch ist immer gesund und keiner immer erfolglos. In Jyotisha werden im Geburtshoroskop Dashās genutzt, um zu erkennen, wann sich welche Themen in welcher Weise in deinem Leben entfalten. Ein Dashā ist eine planetarische Phase, in der ein bestimmter Graha (Planet) die Regentschaft über das Horoskop übernimmt und seine Themen zum Ausdruck bringt. Abhängig von der Position des Mondes zur Zeit der Geburt, ergibt sich die erste dieser Phasen, die in definierter Folge und Länge durch die nächste Phase abgelöst wird. In einem Merkur-Dashā (Merkur-Phase) werden beispielsweise alle Themen in der Weise zum Ausdruck kommen, wie sie durch Merkur im Horoskop repräsentiert werden. Da so ein Dashā zwischen sechs und zwanzig Jahren dauern kann, gibt es noch Bhuktis (Unterphasen), mit deren Hilfe sich die Ereignisse zeitlich weiter differenzieren lassen.

    Unterschiedliche Horoskope für unterschiedliche Ziele

    Jyotisha ist vielseitig und flexibel

    Die Aufgabe von Jyotisha ist es das Karma eines Menschen zu bestimmen. Mit anderen Worten: Jyotisha gibt Einblick was wem zu welcher Zeit im Leben begegnet. Der Grund für die Existenz der Vedischen Astrologie ist sehr pragmatisch. Wenn Du weißt, was auf Dich zukommt, dann weißt Du auch, wie Du Dich verhalten solltest, um erfolgreich zu leben und Herausforderungen abzufedern. Eine vedische Astrologie Beratung hilft Dir Deine Ziele und Vorhaben Deinen Möglichkeiten entsprechend auszurichten und das bereits, bevor Du mit der konkreten Planung beginnst. Du integrierst die Zukunft in Deine anstehenden Entscheidungen. Um das zu ermöglichen nutzt Jyotish unterschiedliche Horoskope.

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      Geburtshoroskop (Janma Pattra)

      Vermutlich weißt Du bereits, dass es ein Geburtshoroskop (Janma Pattra) gibt. Dieses Horoskop ist eine Himmelskarte, die festhält, wie sich zu der Zeit und am Ort der Geburt eines Menschen der Zodiak (Tierkreis) mit all seinen Sternzeichen und Grahas dargestellt hat. Ein jyotishes Geburtsdiagramm sozusagen. Astrologie basiert auf der Überzeugung, dass dem Moment eines Neubeginns die gesamte Dynamik dessen was folgt bereits innewohnt. Good start, good finish. Das Geburtshoroskop offenbart auf dieser Basis den Lebenslauf eines Menschen.

      Da die Erstellung eines Geburtshoroskops die genaue Zeit der Geburt voraussetzt, bietet die Vedische Astrologie Möglichkeiten an mittels Geburtszeitkorrektur die Geburtszeit anzupassen oder herauszufinden. Wichtige Ereignisse im bisherigen Leben eines Menschen helfen Astrologen dabei das Horoskop immer feiner zu justieren, bis die richtige Zeit gefunden ist. Ein spannender und aufwendiger Prozess, der sich lohnt.

      Vergleicht man die Geburtshoroskope von zwei Menschen miteinander, lässt sich erkennen, in welcher Weise diese beiden Menschen miteinander harmonieren, was ihre gemeinsamen Herausforderungen sind und in welcher Weise sie sich gegenseitig unterstützen und fördern können, um ihre Lebensziele zu erreichen. Dieses Zusammenführen der beiden Horoskope ist das Partnerschaftshoroskop.

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      Jahreshoroskop (Varshaphala)

      Ein weiteres Horoskop in Jyotisha ist das Jahreshoroskop (Varshaphala). In etwa zur Zeit Deines Geburtstages erreicht die Sonne im Zodiak genau die gleiche Position wie zur Zeit Deiner Geburt. In diesem Moment entsteht eine neue Himmelskarte, ein neues Horoskop. Diese himmlische Momentaufnahme ist Dein Jahreshoroskop, mit dessen Hilfe eine Vorhersage zu Ereignissen in dem vor Dir liegenden Lebensjahres möglich wird.

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      Frage-Horoskop (Prashna)

      Ein Fragehoroskop (Prashna) orientiert sich, wie der Name schon vermuten lässt, an der Beantwortung einer wichtigen Frage. Dieses Horoskop basiert auf dem Moment, in dem sich der Astrologe der Beantwortung dieser Frage widmet.

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      Ereignis-Horoskop (Muhūrta)

      Wer ein neues und bedeutendes Unterfangen startet, sollte den richtigen Zeitpunkt dafür nutzen. In Jyotisha werden zu diesem Zweck Ereignishoroskope (Muhūrta) erstellt. Im Abgleich mit Deinem Geburtshoroskop wird dabei ein Zeitpunkt festgelegt, der für das anstehende Unterfangen die besten Entwicklungsmöglichkeiten bereitstellt. Ereignishoroskope bieten sich an für Hochzeiten, Geschäftseröffnungen, einen Hausbau, u.v.m.

    Elemente, Gunas und verwandte Wissensgebiete

    Teil einer großen Tradition

    „Wer Jyotisha meistern möchte muss zunächst die Elemente und die Gunas meistern“.

    Auch wenn diese Redensart nicht wörtlich zu nehmen ist, ist ein Grundverständnis der Elemente und Gunas sehr wichtig. Die Gunas sind in diesem Kontext drei Qualitäten, die als Sattva, Rajas und Tamas bezeichnet werden. Die fünf Elemente sind Ether, Feuer, Wasser, Luft und Erde. Sowohl die Gunas wie auch die Elemente finden sich in allem wieder was existiert, also auch in Grahas, Vedischen Sternzeichen und Bhāvas. Jupiters Sattva-Anteil ist beispielsweise größer als der von Saturn und Jupiter ist auch feuriger. AstrologInnen, die die Gunas und die Elemente verstehen, nutzen dieses Wissen, um Jupiters Eigenschaften und seine Rolle in einem individuellen Horoskop zu deuten.

    Jyotisha ist eingebettet in den umfassenden Wissenskosmos der Vedischen Tradition. Vielleicht ist das der markante Unterschied zu anderen Formen der Astrologie und der Grund dafür, dass Jyotisha vom Altertum bis heute seinen Glanz nie verloren hat.

    Die vielen Wissensgebiete innerhalb der Vedischen Tradition informieren und inspirieren sich gegenseitig damit ein Mensch seine Lebensaufgabe erkennt. Wer Jyotisha lernt kommt unweigerlich auch mit Methoden wie Āyurveda (Wissen über gesundes Leben) und Vāstu (Vedisches Raumdesign) in Berührung und wird inspiriert durch Vedischen Philosophien (Sad-Darshana) wie Vedānta und Yoga.

    Ziele und Visionen

    Das Leben gestalten

    Unser Potenzial und unser Lebensglück entfalten sich mit unseren Ambitionen und Visionen. Damit dies gelingt, sollten – gemäß der Vedischen Tradition - unsere Pläne für die Zukunft vier Ziele enthalten: Artha (Wohlstand und Sicherheit), Kāma (Genuss und Regeneration), Dharma (Rechtschaffenheit und Mitgefühl), sowie Moksha (geistige Klarheit). Jeder Mensch kann diese Ziele auf seine persönliche Art und Weise erreichen, denn jeder hat unterschiedliches Karma. Jyotisha hilft uns dabei. Jyotisha bietet Entscheidungshilfen an, damit wir erfolgreich sind, unsere Werte leben und verantwortungsvoll eine realistische Vision formen und dieser folgen.

    So kannst du Jyotisha nutzen

    Entscheidungshilfe und Inspiration

    berge

    Jyotisha Beratung

    Entscheidungshilfen für Deinen Erfolg

    Häufig gestellte Fragen

    zu Jyotisha

    IST JYOTISHA WISSENSCHAFTLICH ANERKANNT?

    Die Wissenschaft unserer Zeit beruht auf Objektivität. Astrologie ist aber nicht objektivierbar. Im Gegenteil ist es sogar sehr entscheidend wie gut ausgebildet und inspiriert ein*e Astrologe*in ist.

    IST DIE VEDISCHE ASTROLOGIE SPIRITUELL AUSGERICHTET?

    Neben weltlichen Dingen, wie Beziehung, Familie, Karriere, Gesundheit und Wohlstand, ist Spiritualität im Sinne von Selbstfindung ein wichtiger Aspekt von Jyotisha.

    FUNKTIONIERT JYOTISHA AUCH AUSSERHALB INDIENS?

    Jyotisha orientiert sich an unserem Sonnensystem, das für Indien das gleiche ist wie für jedes andere Land. Jyotisha ist universell und somit weder an ein Land, eine Kultur oder eine Religion gebunden.

    TRETEN DIE DINGE, DIE MIR MIT DER VEDISCHEN ASTROLOGIE VORAUSGESAGT WERDEN, NICHT NUR DESHALB EIN, WEIL ICH MICH DARAUF EINSTELLE UND DARAN GLAUBE?

    Nein, denn wäre unser Wille so durchsetzungsstark, dann hätten wir vermutlich alle keine Probleme. Tatsächlich sind wir aber Teil einer größeren Ordnung und die Dynamik dieser Ordnung lässt sich mit Hilfe der vedischen Astrologie bestimmen.

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    "Glück und Erfolg lassen sich mit guten Entscheidungen kultivieren."

    - Bernd Roessler

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